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Esport-Namen, die man kennen muss – Tyler1 (League of Legends) | esports.com

Vom Toxic-Streamer zum Meme bis hin zum Content-Creator für das südkoreanische Top-Team T1: Tyler1 gehört zu den beliebtesten Online-Persönlichkeiten in League of Legends. Das ist die Geschichte des amerikanischen Streamers.

Eine kleine Stream-Gemeinde und ein 14 Rang im nordamerikanischen League-of-Legends-Ranking 2014: Das war die harte Anfangszeit in der Karriere von Tyler “Tyler1” Steinkamp.

Sein schlechtes Verhalten und Ragequits und Beleidigungen bis hin zu Aufforderungen zum Selbstmord brachten ihm den Ruf als toxischster Spieler in Nordamerika und sorgte für permanente Sperren bei insgesamt 22 seiner Accounts.

Guter Spieler schlechte Manieren

Im April 2016 gewann er dann aber rapide an Popularität, als er öffentlich ankündigte ein besseres Verhalten an den Tag zu legen. Mit diesem Statement konnte er seine Followerzahl von 5700 auf 92.000 Follower bis zum Ende des Monats steigern.

Doch trotz wachsender Community verlor Steinkamp sein verbessertes Verhalten schnell wieder, worauf sich mehrere Profi-Spieler kritisch äußerten. Seine Popularität solle toxischer Verhalten fördern und normalisieren. Dabei wurde vermehrt LoL-Entwickler Riot Games unterstellt, keine Konsequenzen für das unangemessene Verhalten zu ziehen.

Nie wieder League of Legends

Am 30. April 2016 kündigte Riot Games an, dass Steinkamp aufgrund einer gut dokumentierten Geschichte von Kontoverboten für verbalen Missbrauch und Spielerbelästigung kein League of Legends-Konto mehr führen dürfe.

Somit wurden alle Konten, die Tyler1 öffentlich im Internet bespielt hat, egal ob mit oder ohne Regelverletzungen, sofort gesperrt. In der gesamten Geschichte von League of Legends wurde eine derartige Sperre extrem selten ausgesprochen.

Not macht Erfinderisch

Durch die Sperre war der Streamer gezwungen, sich von League of Legends zu trennen. Um seine Fangemeinde weiterhin Unterhalten zu können, streamte er dieses außergewöhnliche Video:

Die 45-minütige Aktionsparodie seines Lebens vor einem Greenscreen für den April Fools’ Day 2018 mit dem Titel:  “A Day in the Life of Tyler1”

Das Comeback!

Nachdem ein Riot Games-Mitarbeiter gegen Ende 2017 beleidigende Bemerkungen über Steinkamp geäußert hatte, wurde dieser von dem Spieleentwickler entlassen. Das führte auch dazu, dass Tyler1s Sperre am Ende desselben Jahres aufgehoben wurde. Da seine Accounts frei von Fehltritten waren, durfte Steinkamp wieder League of Legends spielen.

Im Januar 2018 war es dann so weit: T1, wie sein Spitzname lautet, erreichte mit seinem Comeback-Stream über 382.000 Zuschauer und brach damit den Rekord für die höchste nicht turnierbezogene Zuschauerzahl.

Noch im Februar 2018 wurde sein Kanal über 30.000 Mal bezahlt abonniert. Gegen Ende des Jahres wuchs sein Twitch-Kanal auf fast zwei Millionen Follower und mehr als 80 Millionen Views. Auch sein YouTube-Kanal bekam mehr als 1 Million Abonnenten und fast 200 Millionen Klicks.

Eigene Championship Series

Als Parodie auf die League of Legends Championship Series (LCS) veranstaltete T1 sein eigenes Online-Turnier, die Tyler1 Championship Series (TCS). Dazu streamte er vor einem Greenscreen zu Bildern der LCS-Stadien und einem Kommentatorenpult.

Mit über 200.000 gleichzeitigen Zuschauern wurde das Turnier unter anderem auch von LoL-Profispielern und LCS-Kommentatoren angesehen. Das Gewinnerteam erhielt 10.000 Dollar, die direkt und ohne Sponsoren von Steinkamp finanziert wurden.

Für 2018 erhöhte er den Preispool auf 50.000 Dollar, der wieder direkt von Steinkamp finanziert wurde.  Was als Meme begann, hat sich in ein echtes Online-Turnier, dass denen eines Drittanbieters ähnelt.

Internet Meme

Auch als Internet Meme wurde der Streamer zu einem bekannten Gesicht. Bilder wie diese gingen im Internet viral:

T1 unterschreibt bei T1

(Tyler1 umarmt T1-Spieler “Faker”)

Am 17. Oktober 2020 unterschrieb Tyler1 bei der südkoreanischen Esport-Organisation T1 und schloss sich einem der erfolgreichsten LoL-Teams an. Für den LoL-Rekordweltmeister wird er als Content-Creator Inhalte erstellen, um die Reichweite der Asiaten auf westliche Regionen auszuweiten.

T1-CEO Joe Marsh gab gegenüber The Esports Observer bekannt, dass die Organisation zum ersten Mal mit Steinkamp in Verbindung gebracht wurde, als er mit T1-Superstar Faker an den All-Star-Veranstaltungen teilnahm.

Mit den einfachen Worten “Es war so vorherbestimmt” begrüßt Team T1 den Streamer T1 in der Organisation:

Habt ihr Tyler1 schon im Stream erlebt? Schreibt es uns auf Social Media oder Discord!
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Bildquelle: Reddit, Twitter


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