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Das BIG. OMEN Academy-Team als Sprungbrett ins Profigeschäft – CS:GO

Berlin International Gaming (BIG) startet in die zweite Runde ihrer Nachwuchs-Offensive und sucht erneut die besten CS:GO-Talente der DACH-Region. Wie ihr am Casting teilnehmen könnt und warum Nachwuchsarbeit im Esport so wichtig ist, erklärt uns CEO und Co-Owner Daniel Finkler.

Die Organisation Berlin International Gaming (BIG) ist eine der erfolgreichsten deutschen Esport-Organisationen. Neben dem erfolgreichen CS:GO-Team, ist die Organisation auch in weiteren Titeln gut aufgestellt. Hierzu gehören FIFA, League of Legends, Starcraft 2, Quake, Trackmania und VALORANT.

Aufgrund vieler internationaler Erfolge, konnte die CS:GO-Abteilung von BIG in den letzten Jahren wichtige Erfahrungen sammeln und ihre Strukturen weiterentwickeln. Mit dem Vorwissen als Grundlage war der Aufbau einer eigenen Nachwuchsabteilung der logische nächste Schritt.

Das ist BIG. OMEN Academy

Immer mehr Größen des Esports steigen in die Talentförderung ein. Die Bildung einer Academy-Abteilung ist hier eines der bewährtesten Mittel. Dabei wird, wie auch aus konventionellen Sportarten bekannt, eine zweite oder sogar dritte Mannschaft gegründet, in welcher der Entwicklungsprozess eigener Jugendspieler begleitet werden kann.

Auch BIG stieg im August 2018, in Zusammenarbeit mit dem Hardware-Hersteller OMEN, in die Talentförderung ein. Das Hauptziel der Kooperation war der Aufbau und die professionelle Entwicklung von Nachwuchs-Förderungsmöglichkeiten für junge Talente aus der DACH-Region.

Wir haben bei BIG-CEO und Co-Owner Daniel Finkler nachgehakt, wie die bisherige Entwicklung des Projektes und die Zukunftspläne der Organisation aussehen.

eSports.com: Das erste Kapitel von BIG. OMEN Academy neigt sich dem Ende zu. Wie schätzen Sie die Entwicklung des Projektes bis heute ein?

Daniel Finkler: Die Etablierung der Nachwuchsabteilung als zukünftiger Talentpool für unser Profiteam war ein sehr wichtiges Projekt, das wir gemeinsam mit unserem Partner OMEN im Jahr 2018 initiiert haben. Wir wollten damals sicherstellen, dass wir frühzeitig die besten Talente entdecken und diese in unserer BIG. OMEN Academy ans Profigeschäft heranführen. Nach zwei Jahren können wir behaupten, dass wir das erreicht haben. Das Team war außerdem sehr erfolgreich und konnte unter anderem die 1. Division der 99damage Liga gewinnen. Insgesamt sind nun sechs ehemalige Academy-Spieler, die wir in den letzten zwei Jahren mit unserem Trainerstab ausbilden konnten, bei Profiteams unter Vertrag. Nun können wir uns der nächsten Iteration widmen. Auch für unser neues BIG. OMEN Academy-Team, welches wir jetzt ab dem 14. Januar casten, möchten wir diesen Erfolg wiederholen.

eSports.com: Wie wird der Auswahlprozess für das neue Roster ablaufen? Auf welche Eigenschaften wird besonders wert gelegt?

Daniel Finkler: Bis zum 14. Januar haben junge Spieler im Alter zwischen 16 und 20 Jahren noch die Chance, sich für das Casting auf der entsprechenden Website (gobig.gg/omenacademy) anzumelden. Danach können sich alle akzeptieren Bewerber, die unsere Kriterien erfüllen, zunächst untereinander in einer gesonderten Ladder der GoBIG League bis zum 21. Januar messen. Die besten 40 Spieler treten dann in unseren Online-Bootcamp in gemischten Teams gegeneinander an. Wir beobachten den ganzen Prozess mit mehreren Talent-Scouts, darunter auch Fatih “gob b” Dayik, und filtern die besten 20 Talente. Hierbei achten wir besonders auf Kommunikationsverhalten, Team-Fähigkeit, soziale Kompetenzen und natürlich die taktischen und mechanischen Fähigkeiten im Spiel.

Der Prozess setzt sich fort und die besten 10 Talente treten am 30. Januar gegeneinander an. An diesem Tag beobachten vier Talentscouts aus unseren Reihen das komplette Spiel und analysieren die Spieler nach verschiedenen Kriterien, um ein umfassendes Bild über die individuellen Stärken und Schwächen zu erhalten. Am Ende entscheiden wir uns für fünf Spieler, die das endgültige Line-Up des neuen BIG. OMEN Academy-Teams bilden.

eSports.com: Wird der Entwicklungsprozess wieder ähnlich geplant? Sollen die Spieler nach zwei Jahren wieder an andere Profi-Teams abgegeben werden?

Daniel Finkler: Ja, wir werden erneut einen professionellen Coach bereitstellen, der den Spielern die wichtigsten Grundlagen vermittelt und sie auf das Profigeschäft vorbereitet. Auch unsere Profispieler werden zeitweise ihr Wissen an die Talente weitergeben. Es ist wieder unser Ziel, diese Spieler zu Profis auszubilden und wir haben auch die Hoffnung, dass es irgendwann ein Spieler in unser Profiteam schafft. Dann hätten wir auch das letzte Ziel erreicht.

eSports.com: Warum ist das Fördern junger Talente so wichtig?

Daniel Finkler: Wir möchten damit im deutschen Raum eine Institution für Spieler schaffen, die die Fähigkeiten, Motivation und Leidenschaft mitbringen, ins Profigeschäft einzusteigen. Bisher hat es in diesem Bereich an Möglichkeiten gefehlt. Das BIG. OMEN Academy-Team kann als Sprungbrett ins Profigeschäft bezeichnet werden, das haben wir bereits bewiesen. Für Berlin International Gaming ist es auch aus sportlichen Gründen wichtig. Wir möchten natürlich die besten Talente bei uns entdecken und entwickeln, auch um später teure Transfers zu vermeiden, wenn wir auf unseren Talentpool zurückgreifen können. Das ist vergleichbar mit dem klassischen Sport.

eSports.com: In anderen Esport-Titeln wie League of Legends gibt es bereits Organisationen, die mit einem solchen Modell arbeiten. In Deutschland zum Beispiel Schalke 04. Planen Sie die Bildung von ähnlichen Academy-Teams auch in anderen Spielen?

Daniel Finkler: In Zukunft wird das mit Sicherheit noch wichtiger dieses Modell auf weitere Teams auszuweiten. Wir beschäftigen uns damit und warten auf den richtigen Moment diesen Schritt zu gehen. Momentan sind wir sehr gut aufgestellt.

eSports.com: Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg Herr Finkler!

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Bildquelle: BIG Clan

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